Muslimsein in Europa

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Tariq Ramadan gibt in Muslimsein in Europa Antworten auf grundlegende Fragen, die durch die Anwesenheit von 20 Millionen Muslimen in Europa aufgeworfen werden: Kann es überhaupt europäische Bürger muslimischen Glaubens oder einen europäischen Islam geben?
Noch nie wurde zu diesem Thema von muslimischer Seite so eindeutig Stellung bezogen. Ramadans Ausführungen sind dazu geeignet, Ängste abzubauen und Vorurteile zu widerlegen. Es gelingt ihm zu zeigen, daß der Islam kein unüberwindliches Hindernis der Integration in westeuropäische Gesellschaften darstellt. Vielmehr gebietet der Islam seinen Anhängern, auch in einem säkularen Staat die Verfassung und Rechtsordnung zu achten.
Die gravierendsten Integrationsbarrieren sieht Ramadan statt dessen auf der einen Seite in der Ausgrenzung und Diskriminierung der Muslime durch die Mehrheitsgesellschaft, andererseits in der Tendenz von Muslimen, sich selbst von dieser Mehrheitsgesellschaft abzuschotten. Dem setzt er die Forderung nach umfassender gesellschaftlicher Partizipation entgegen.
Muslimsein in Europa bricht mit verhärteten Vorstellungen und weist neue Wege. Das Verständnis des jeweils Anderen ist eine unabdingbare Voraussetzung für das friedliche und gedeihliche Zusammenleben in einer pluralistisch verfassten Gesellschaft. Die Ergebnisse dieser Studie sind ein Meilenstein in der aktuellen Debatte über die Rolle des Islam in unserer Gesellschaft.
Wesentliche Grundsätze hierfür sind u.a :
- Muslime sollen sich als Bewohner o. Staatsbürger durch einen zugleich moralischen und gesellschaftlichen Vertrag mit ihrem Aufenthaltsland verbunden fühlen und dessen Gesetze achten;
- Die europäischen Rechtsordnungen (also faktisch der säkulare Rahmen) erlauben den Muslimen im wesentlichen die Ausübung ihrer Religion;
- Die alte Bezeichnung dâr al-harb - die im Koran nicht vorkommt und auch nicht Teil der Überlieferung ist - gilt als überholt. Statt dessen werden andere Konzepte vorgeschlagen, um die Präsenz der Muslime in Europa positiv umzusetzen;
Entscheidend wird sein, die Vorstellung einer passiven, ständig gefährdeten Integration zu überwinden und darauf hinzuwirken, Muslime in die Entwicklung Europas miteinzubeziehen. Die Präsenz der Muslime muss als Bereicherung begriffen werden: sie fördert das Nachdenken über den Stellenwert der Spiritualität in säkularisierten Gesellschaften wie über den gleichberechtigten Umgang mit religiösem und kulturellem Pluralismus.

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